„Max&Lara“ – Es geht um die Teilhabe von Kindern

Kinderarmut in Österreich unterscheidet sich von den Bildern von hungernden Kindern in Afrika, die wir alle im Kopf haben. Aber es gibt sie.
Auch wenn sie nicht so offensichtlich ist, hat sie doch viele Gesichter und nimmt viele Erscheinungsformen an: arme und armutsgefährdete Kinder gibt es in allen Regionen Österreichs, in Familien mit einem oder zwei Elternteilen und in berufstätigen Familien. Sie alle leben mit und unter uns – auch wenn wir sie oft nicht sehen.

Laut Statistik Austria sind 23 Prozent (408.000) der unter 20-Jährigen in Österreich armutsgefährdet* oder laufen Gefahr, aus wirtschaftlichen Gründen sozial ausgegrenzt zu werden. Für diese Kinder ist es schwer, in der Gesellschaft richtig Fuß zu fassen. Sie haben einerseits keine Möglichkeit, ihre Lage aus eigener Kraft zu verändern, andererseits ist Armut in frühen Lebensphasen prägend für schlechte Entwicklungs und Teilhabechancen in späteren Jahren.

Wie wachsen Kinder in Armut auf? In Armut aufzuwachsen bedeutet für die Kinder Nachteile im Rahmen der schulischen Bildung und beruflicher Ausbildung, in den familiären Beziehungen, in der Freizeit und in den Interaktionen mit Gleichaltrigen in den jeweiligen sozialen Gruppen in Kauf nehmen zu müssen.

Wer sind „Max & Lara“? „Max & Lara“ sind 14 und 11 Jahre alt. Sie wachsen in manifester Armut und damit in Sorge auf, weniger wert zu sein. Sie sind in vielen alltäglichen Lebensbereichen benachteiligt: Dies betrifft das Wohnen, ihre Gesundheit, ihre Bildung und die Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung. „Max & Lara“ leben in Armut und können nicht ins Kino gehen, nicht in ein Theater und schauen sich kein Fußballspiel mit Freunden im Stadion an. Sie und jedes 4. Kind in Österreich sind sozial ausgegrenzt und dürfen nicht die armen Erwachsenen von morgen werden!

Wie können Sie konkret helfen? „Max & Lara“ suchen Sie als Kultur- oder Freizeitpaten, um jene Wunderwelten zu erleben, die ihnen bisher verborgen blieben: die Musik, die Kunst, den Sport und Spaß mit Gleichaltrigen.

Jedes Kind hat das Recht auf Glücklichsein, Chancen, Förderung und Partizipation.

*Quelle: Statistik Austria, EU-SILC (European Community Statistics on Income and Living Conditions)