Pilotprojekt MAX&LARA fahren auf Urlaub

29. Juni bis 6. Juli 2019

„Max & Lara“ schickt kleine Patient*innen mit ihren Familien durch die Unterstützung der Firma Plasser & Theurer auf Urlaub. Sozialförderprojekt unterstützt Kinder der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien/AKH Wien aus armutsgefährdeten Familien

„Max & Lara fahren auf Urlaub“ ist eine Initiative der CAPE 10 Stiftung und wurde 2019 als Pilotprojekt mit Hilfe des Unternehmens Plasser & Theurer, die dafür für eine Woche (29. Juni bis 6. Juli 2019) das mit 58 Betten ausgestattete Mitarbeiter-Ferienhaus Strandschlössl in Pörtschach am Wörthersee zur Verfügung stellten und für die Verpflegung der Familien sorgte, erstmals umgesetzt. Nach strengen ärztlichen und sozialökonomischen Richtlinien ausgewählte Familien mit zum Teil schwer kranken Kinder aus armutsgefährdeten Familien, die an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien/AKH Wien betreut werden, erhielten die Möglichkeit auf einen gemeinsamen Erholungsurlaub in Pörtschach am Wörthersee. 

Während dieser Woche wurden die Familien durch zwei Sozialarbeiterinnen der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien/AKH Wien betreut und neben Baden im See und Herumtollen im Garten nahm auch das Thema Sozialarbeit eine wichtige Rolle ein. Durch diese Betreuung war es möglich, den Kindern und ihren Familien auch Hilfe und Unterstützung zur Bewältigung problembelasteter und krisenhafter Lebenslagen zukommen zu lassen und auch Methoden und Instrumente zu entwickeln, die eine Verbesserung der Lebenssituation und der Chancengleichheit mit sich bringt.

Familien die an der Univ. Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde behandelt werden benötigen häufig spezielle Rahmenbedingungen. Dies erschwert meistens ein Verlassen des gewohnten, örtlichen Umfeldes und resultiert darin, dass besagte Familien nicht auf Urlaub fahren. Abgesehen davon können sich viele Familien (davon häufig viele Alleinerziehende) mit kranken Kindern aus finanziellen Gründen keinen Urlaub leisten. Die Wechselwirkung von Krankheit und Armut bzw. soziale Ungleichheit wird hier besonders deutlich. Zahlreiche Studien und Statistiken belegen: dieser negative Trend nimmt aktuell weiter zu.

Die Bereitstellung einer außergewöhnlich schönen Unterkunft, die Möglichkeit freie und unbeschwerte Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, und den oftmals sehr beschwerlichen Alltag hinter sich zu lassen eröffnete für viele Familien die Chance sich neu zu sortieren und neuen Mut zu fassen. Die räumliche Distanz zu den Problemen, die „zuhause geblieben waren“, ermöglichte es, dass  ein veränderter und auch distanzierter Blick auf Lebenslagen geworfen werden konnte, und dies entfaltete die Möglichkeit der Entwicklung neuer Perspektiven und Handlungsspielräume. Dieser Umstand konnte durch gezielt eingesetzte Beratungsgespräche der Sozialarbeiterinnen unterstützt werden. 

Die Möglichkeit, regelmäßig unterschiedliche Freizeitaktivitäten auszuüben und mittels altersadäquater Spielmaterialien Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln und zu trainieren, ist bei armutsbetroffenen Kindern stark eingeschränkt. Um Talente und Begabungen zu entwickeln, muss aber die Möglichkeit gegeben sein, unterschiedliche Dinge spielerisch und regelmäßig ausüben zu können (Musik, Sport, Spiele, Tanz, Theater etc.). Deshalb ist es umso eindrücklicher, wenn armutsbetroffene und armutsgefährdete Kindern zwar unterschiedliche Freizeitaktivitäten kennen, wie Spazieren gehen, sich im Park treffen, im Freien spielen und das Jugendzentrum umfassen. Aber viele kostenpflichtige Aktivitäten bleiben armutsbetroffenen Kindern im Gegensatz zu finanziell besser gestellten Kindern verschlossen. 

Um auf die Problematik von der Wechselwirkung von Krankheit und Armut bzw. soziale Ungleichheit auch medial aufmerksam zu machen, fand Öffentlichkeitsarbeit über mehrere Kanäle statt. Zum einen wurde klassische Pressearbeit betrieben, zum anderen online über Social Media Plattformen, insbesondere über Facebook, kommuniziert. 

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Hans Dumser (Director of Marketing and Communication) und Vicky Guttmann von PLASSER & THEURER besuchten die Kinder und Familien auch einen Tag lang in Pörtschach, spielten mit Ihnen und luden die Familien zu einer Schiffahrt von Pörtschach nach Velden und zurück ein. Für viele Familien war es die erste Bootsfahrt überhaupt. Vor der herzlichen Verabschiedung wurden von den Beiden noch jede Menge Geschenke an die Kinder und Familien verteilt und die Freude der Kinder war sehr groß. 

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